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Foto : BSAG

Die Kontrolleure der BSAG erwischen mehr Personen als im Vorjahr beim Schwarzfahren.

Schwarzfahren ist eine Straftat: Wer in Bremen ohne gültiges Ticket erwischt wird, muss ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro bezahlen. Wer insgesamt drei Mal erwischt wird, muss zudem mit einer Anzeige rechnen. Das schreckt potenzielle Schwarzfahrer aber offenbar nicht ab – die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) meldet für 2019 nämlich einen leichten Anstieg der Fälle im Vergleich zum Vorjahr.
Demnach ist der Anteil der von der BSAG kontrollierten Fahrgäste ohne gültigen Fahrausweis von 3,3 auf 3,7 Prozent gestiegen. Absolute Zahlen möchte die BSAG jedoch nicht nennen. „Wir wollen verhindern, dass sich durch solche Angaben Rückschlüsse auf die Häufigkeit von Fahrausweiskontrollen sowie auf die örtlichen Muster der Kontrollen ziehen lassen“, erklärt BSAG-Sprecher Andreas Holling.

Quote seit Jahren ähnlich hoch

Nach Medienberichten aus dem vergangenen Jahr kann jedoch von fast zwei Millionen kontrollierten Fahrgästen pro Jahr ausgegangen werden. Holling schränkt aber ein: „Die Quote der Schwarzfahrer bewegt sich seit Jahren zwischen drei und vier Prozent. Der Anstieg ist also nicht ungewöhnlich.“ Statistiken darüber, wann und wo besonders häufig schwarz gefahren werde, werden laut Holling nicht geführt.
Bei den Kontrollen, die von Mitarbeitern der BSAG durchgeführt werden, gibt es ein bestimmtes Muster. Pro Jahr sind sechs bis sieben Mal Teams unterwegs, die auf allen Linien die Fahrausweise überprüfen. „Das hat eine wichtige Signalwirkung. Jede Linie soll befahren werden, damit keine Lücken in der Kontrolle entstehen“, sagt Holling.

Verschärfung der Kontrollen nicht vorgesehen

Eine Verschärfung der Kontrollen sieht die BSAG trotz der neuen Zahlen nicht vor. „Uns wäre es natürlich lieber, wenn es weniger Schwarzfahrer gäbe. Aber es ist auch klar, dass sich das nicht komplett ausschließen lässt. Die aktuellen Zahlen sprechen nicht für eine Verschärfung der Kontrollen“, sagt Holling.
In der polizeilichen Kriminalstatistik sind für 2018 insgesamt 5.256 Fälle von Beförderungserschleichung erfasst. Die Zahl umfasst die Daten der BSAG, der Deutschen Bahn, der Nordwestbahn und anderer Dienstleister. Für 2019 liegen noch keine Zahlen vor.

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