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cocoparisienne (CC0), Pixabay

Kontaktverbote, Quarantäne, Social Distancing – die Menschen verbringen aktuell viel Zeit in den eigenen vier Wänden. Zeit, in der sich beschäftigt werden muss. Meldungen von steigenden Sextoy-Absatzzahlen, gar einem Dildo-Taxi-Lieferservice, machen die Runde. Bedeutet mehr Selbstbefriedigung gleich weniger zwischenmenschliche Lust? Die Erotik-Community JOYclub wollte es genau wissen, hat mit einer Ă„rztin ĂĽber Corona gesprochen und 1.000 ihrer 3,5 Millionen Mitglieder befragt.
Deutsche leben weitestgehend enthaltsam, junge Generation bleibt sorglos
Entscheidend für die Ansteckungsgefahr mit Corona ist, wie nah man einer Person kommt, wie lange man einer Person nah ist und wie oft man sich ins Gesicht fasst. Bei sexuellem Kontakt sind diese Faktoren kaum zu vermeiden. Dementsprechend geben 38,5 % der befragten Männer an, seit Ausbruch der Corona-Krise weniger oder gar keinen Sex mehr zu haben. Bei den Frauen sind es sogar über die Hälfte (50,5 %). Die junge Generation hingegen verhält sich weiterhin sorglos. 75,5 % der 18-25-Jährigen geben an, dass ihre sexuelle Aktivität nicht von der Pandemie beeinflusst wird.
Angespannte Lage hat Auswirkungen auf die Libido
Wer bezahlt mir meinen Verdienstausfall? Wie betreue ich meine Kinder? Wo bekomme ich noch Klopapier her? Die Deutschen haben, was ihre Sorgen betrifft, gerade die freie Auswahl. Es ĂĽberrascht daher nicht, dass fĂĽr viele Deutsche Erotik und Sinnlichkeit zur Nebensache verkommen. 21,4 % der Befragten haben aktuell keine Lust auf Sex. Nur 8,4 % versuchen, sich durch Sex bewusst auf anderen Gedanken zu bringen.
KĂĽssen verboten. Oralsex erlaubt.
Gibt es ĂĽberhaupt eine Möglichkeit, sich während des Liebesspiels vor einer Corona-Ansteckung zu schĂĽtzen? Dr. Carla Pohlink stellt klar: „Der Erreger ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht im Sperma des Mannes oder in den Schleimhäuten der Vagina, sondern nur im Nasen-Rachen-Bereich einer infizierten Person. Von dort wiederum kann der Erreger ĂĽber Tröpfchen- oder Schmierinfektion in den Nasen-Rachen-Bereich gelangen. Vor allem KĂĽssen birgt die Gefahr der unmittelbaren Ăśbertragung.“
Laut Umfrage vermeiden allerdings nur 14,4 % der Deutschen bewusst Stellungen, bei denen die Gesichter sehr nah beieinander sind. 3 % nutzen Lecktücher o.ä., um sich zu schützen. Die Mehrheit (82,5 %) ist der Meinung, dass es keinen wirklichen Schutz vor Corona gibt, wenn man erst einmal intim geworden ist.
Desinfektionsmittel gehören nicht in den Intimbereich
Während die Hände gar nicht genug gewaschen und desinfizierten werden können, ist dies im Intimbereich dringlichst zu vermeiden. Dr. med. Carla Pohlink warnt: „Gerade bei Frauen ist das eine auĂźerordentlich schlechte Idee, weil es die natĂĽrliche Milchsäurebarriere zerstört, die wichtig ist, damit die Vagina gesund bleibt.“ Auch Kondome sollten eine Kontaktsperre zum Desinfektionsmittel einhalten, da sonst die Oberfläche porös werden kann.

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