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loco, locomotive, railway
Tama66 (CC0), Pixabay

Im Markgräflerland hat sich am Donnerstagabend ein schweres Zugunglück ereignet. Bei Auggen entgleiste ein Güterzug, der auch einen Personenwagen mit sich führte. Mehrere Menschen wurden verletzt.
Das Unglück ereignete sich am Donnerstag um ungefähr 20 Uhr südlich von Auggen. Bei dem Zug handelt es sich um einen Zug der „Rollenden Landstraße“, der neben den Lastwagen auch deren Fahrer befördert. Hinter der Lok befindet sich daher ein Personenwagen, der aus den Schienen gesprungen und schwer beschädigt ist. Gleiches gilt für die Lok, die auf ein tonnenschweres Betonteil geprallt ist.

Die Havarie des Zuges dürfte mit dem Ausbau der Rheintalbahn zu tun haben: Am Unglücksort südlich wird zurzeit eine Brücke abgerissen und – unweit davon – eine neue Brücke über die Gleise errichtet. Vieles deutet darauf hin, dass das große Betonteil, auf das die Lok geprallt ist, von der Brücke stammt, die gerade zurückgebaut wird. Es handelt sich um einen massiven Betonblock, der große Teile der Brücke ausmacht.Der Zug kam schließlich wenige hundert Meter später zum Stillstand.
Augenzeugen berichten von einem Großeinsatz der Rettungskräfte: Feuerwehr, DRK, Polizei, Bundespolizei und Technisches Hilfswerk sind vor Ort. Mindestes ein Rettungshubschrauber war im Einsatz, ein weiterer Helikopter kreist über der Unglücksstelle. Nach BZ-Informationen befindet sich ein Bergungskran aus Fulda auf dem Weg nach Südbaden.
Die Rollende Landstraße verbindet Freiburg mit der italienischen Stadt Novara. Der verunglückte Zug war in südliche Richtung unterwegs. Die Rheintalstrecke zwischen Freiburg und Basel ist komplett gesperrt, die Bahn organisiert einen Schienenersatzverkehr.

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