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Bild von Thomas Müller auf Pixabay

VOR DER RELEGATION: WERDER BREMEN UND DER 1. FC HEIDENHEIM IM DIREKTVERGLEICH

Bremen – Die Ausgangslage ist neu und dürfte sich für den einen oder anderen komisch anfühlen, denn schließlich hat es das in Bremen schon länger nicht mehr gegeben – dass Werder Bremen tatsächlich als Favorit in ein Duell geht. Vor den Relegationsspielen gegen den 1. FC Heidenheim ist nun aber genau das der Fall – und zwar unübersehbar, wie der Direktvergleich der beiden Vereine zeigt.

Der Vergleich zwischen dem SV Werder Bremen und dem 1. FC Heidenheim macht aber auch deutlich, dass Werder den Underdog auf keinen Fall unterschätzen sollte, denn in einer nicht ganz unwichtigen Kategorie hat Heidenheim die Nase vorn.

WERDER BREMEN VS. HEIDENHEIM: DIE MARKTWERTE

Gleich zu Beginn ein Punkt, der die im Sport so gern bemühte Rollenverteilung in David und Goliath aber mal so richtig befeuert: Während es der Bremer Kader, dem in dieser Saison 32 Spieler angehören, laut Transfermarkt.de auf einen Gesamtmarktwert in Höhe von 133,75 Millionen Euro bringt, stehen für die 27 Heidenheimer Profis 18,63 Millionen Euro zu Buche. Werders wertvollster Spieler Milot Rashica (28 Millionen Euro) ist zudem knapp 13 Mal so viel wert wie Heidenheims teuerster Profi Tim Kleindienst (2,2 Millionen).

WERDER BREMEN VS. HEIDENHEIM: DIE GRÖSSTEN ERFOLG

Die Liste des SV Werder Bremen ist lang und liest sich so: 4x Deutscher Meister, 6x DFB-Pokalsieger und 1x Europapokalsieger. Alles lange her, klar. Aber gemessen am Briefkopf ist Werder noch immer ein Schwergewicht im deutschen Fußball. 1899 gegründet, bisher nur ein Abstieg aus der Bundesliga und dort mit 1900 Spielen so oft auf dem Platz wie kein anderer Verein. Kein Wunder, dass der 1. FC Heidenheim da nicht mithalten kann. Den Club gibt es in seiner heutigen Form erst seit 2007, einen Titel konnte er aber auch schon einfahren: In der Saison 2013/14 wurde Heidenheim Drittliga-Meister.

WERDER BREMEN VS. 1. FC HEIDENHEIM: DIE STÄDTE

Knapp 630 Kilometer Fahrstrecke liegen zwischen dem Stadtstaat Bremen und der Kreisstadt Heidenheim an der Brenz in Baden-Württemberg – also einmal von oben nach unten durchs Land, wenn man so möchte. Bremens knapp 500.000 Einwohnern stehen die etwa 50.000 Heidenheims gegenüber. Während die Hansestadt überregional vor allem mit Werder Bremen, Beck’s Bier und den Stadtmusikanten assoziiert wird, ist Heidenheims unangefochtenes Wahrzeichen das oberhalb der Stadt liegende Schloss Hellenstein, das im Jahre 1096 erbaut wurde.

WERDER BREMEN VS. HEIDENHEIM: DIE TOPSPIELER

14 Tore hat Heidenheims Tim Kleindienst (kam im Sommer vom SC Freiburg) in der gerade abgelaufenen Zweitliga-Saison erzielt, dazu sieben weitere vorbereitet – einen vergleichbaren Topscorer hatte Werder Bremen in der Bundesliga nicht zu bieten. Bester Mann der Bremer: Milot Rashica mit acht Toren und sieben Assists.

WERDER BREMEN VS. 1. FC HEIDENHEIM: DIE SAISONLEISTUNG

Beim Blick auf die generelle Ausbeute während der Saison hat der Dritte der 2. Liga deutlich mehr zu bieten als der 16. der Bundesliga, was in der Natur der Sache liegt. Heidenheim spielte die beste Saison seiner Vereinsgeschichte, für Werder Bremen hingegen war es ein Jahr der negativen Rekorde. Bemerkenswert: Heidenheim reichten gerade einmal 45 Tore für seine stolzen 55 Punkte, allerdings kassierte das Team auch nur 36 Treffer. Werders Zahlen: 31 Zähler, 42 Tore und 69 Gegentreffer.

Kein Profiverein mehr ohne wuchtigen Auftritt in den Sozialen Medien – da bilden freilich auch Werder Bremen und der 1. FC Heidenheim keine Ausnahme. Der Unterschied in den Follower-Zahlen ist allerdings eklatant. Während Werder 330.000 Abonnenten bei Instagram zählt, bringt es Heidenheim auf 33.400. Bei Twitter ist der Unterschied noch größer: 508.754 gegenüber 32.686. Die Heidenheimer Follower werden aber trotzdem bestens unterhalten. Den späten 2:1-Sieg am vorletzten Spieltag gegen den HSV kommentierte der Club bei Twitter mit einem Trommelsolo auf der Tastatur: „90. Min. JAAAAAAAaaa aaajvpj pen+4t9 34t8 34ü9 ü9ru ghü3498 cf+ 0 +erug+eirgj erpigj +oig h+o3g0erjv +oij er i erß“ Und damit war auch wirklich alles gesagt.

WERDER BREMEN VS. 1. FC HEIDENHEIM: DIE REKORDMÄNNER

Geht es um Bestwerte, führt in Heidenheim jede Spur zu einem gewissen Marc Schnatterer (34), der für den Verein sowohl die meisten Pflichtspiele (426) absolviert als auch die meisten Tore (122) geschossen hat – und nach wie vor Kapitän des Teams ist. Werders Rekordhalter sind Ex-Torhüter Dieter Burdenski (616 Spiele) und der ewige Claudio Pizarro (153 Tore). (dco)

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