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Von Florean Fortescue – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6274332

Nach Pfingsten wird wieder geprobt; die ersten Premieren der kommenden Spielzeit sind bereits terminiert. Am Goetheplatz startet man durch – eine Sparte macht allerdings besondere Probleme.
Das Theater Bremen fährt seinen Betrieb unter Berücksichtiung von Sicherheitsbestimmungen ab der nächsten Woche langsam wieder hoch. Drei Produktionen der Schauspielsparte nähmen ihren Probenbetrieb wieder auf und auch die ersten Premieren der nächsten Spielzeit stünden nun fest, schreibt das Theater in einer Pressemitteilung.
So habe Regisseur und Autor Armin Petras die Corona-bedingte Zwangspause genutzt, um unter seinem Pseudonym Fritz Kater ein neues Stück für das Theater Bremen zu schreiben. Es heißt „düsterer spatz am meer / hybrid (america)“ und wird am 26. September seine Uraufführung im Theater am Goetheplatz erleben. Intendant Michael Börgerding erklärt, er freue sich sehr über dieses mit „Punk, Kitsch und neuester Pop-, Technik- und Sozialgeschichte gefüllte amerikanische B-Movie“. Autor und Regisseur Petras selbst hofft auf „viel Musik, schnelles Sprechen, gutes 80er-Theater, nur sechsmal so viel Zeichen pro Minute wie damals“.
Armin Petras ist auch der erste, der nach Pfingsten zu proben beginnt. Regisseurin Nina Mattenklotz wird zudem mit dem Ensemble ihre Arbeit an dem Stück „Schäfchen im Trockenen“ nach dem Roman von Anke Stelling wieder aufnehmen. Die Produktion war vorgesehen für den Brauhauskeller, soll jetzt aber im Kleinen Haus zu sehen sein, die Premiere ist für Anfang September geplant. „Trüffel Trüffel Trüffel“ heißt die Komödie des französischen Lustspieldichters Eugene Labiche, die Felix Rothenhäusler für das Theater Bremen einrichtet; er probiert ab dem 15. Juni, Premiere soll am 12. September sein.
Für die Produktion „Futuralgia“ kommt das Tanzensemble von Unusual Symptoms seit einiger Zeit in Kleingruppen auf der Probebühne zusammen. Die erste Arbeit der Choreografin Núria Guiu Sagarra für das Theater Bremen setzt sich mit den Auswirkungen des Digitalen auf Körperbilder auseinander. Zu sehen sein soll der Abend ab dem 10. Oktober. Mit „Con5p1r4.cy“ beschäftigt sich das Jugendtheaterensemble des Moks. Die Premiere des Stücks von Konradin Kunze für Menschen ab 14 Jahren ist für den 3. Oktober in Brauhaus geplant. Brandaktuelles Thema: Verschwörungstheorien und die Strukturen und Mechanismen, in denen sie entstehen.
Im Musiktheater will man ab dem kommenden Freitag in Stellproben austarieren, wie viele Musikerinnen und Musiker der Bremer Philharmoniker unter Einhaltung der Abstandsregeln im Orchestergraben spielen könnten. „Dieses Wissen ist Voraussetzung für die konkrete Planung im Musiktheater“, erklärt Michael Börgerding. „Anschließend wissen wir vielleicht, ob und in welcher möglichen Besetzung wir geplante Opernproduktionen im Frühjahr 2021 werden halten können oder nicht.“

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