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fsHH (CC0), Pixabay

Der Vorstand des Christopher Street Day (CSD) hat beschlossen und heute Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft Bremen gegen Pastor Olaf Latzel gestellt.
Unabhängig von den Ermittlungen der Bremer Staatsanwaltschaft müssen wir uns gegen Übergriffe schützen, auch wenn diese von Menschen kommen, die eigentlich das Symbol für Nächstenliebe vertreten sollten. Die verbal-aggressiven Übergriffe Latzels sind aus Sicht des Christopher Street Days nicht mal ansatzweise mit dem Anspruch der christlichen Nächstenliebe und der Mitmenschlichkeit vereinbar.
“Die Ausfälle des Pastors beantworten außerdem die alljährlich aufgebrachte Standardfrage, ob ein CSD in der heutigen Zeit denn noch überhaupt notwendig sei,” so Robert Dadanski, Vorstand und Pressesprecher des CSD-Vereins. „Wir werden mehr denn je gebraucht“. Das gilt auch für die vom Bürgermeister zum CSD 2019 vorgenommene Beflaggung des Rathauses mit der Regenbogenfahne. Solche Zeichen für eine humane Gesellschaft und gegen Hass und Ausgrenzung sind weiterhin dringend nötig.
Der CSD-Verein appelliert an die Bremische Evangelische Kirche (BEK) es nicht bei einem „Dienstgespräch“ mit dem Pastor zu belassen. Denn fundamentalistische Hasspredigten zerstören ein friedliches Gesellschaftsklima. Herr Latzel torpediert die erkennbaren Bemühungen der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) und zahlreicher engagierter Christen, gleichgeschlechtlich lebenden und liebenden Menschen die Hand zu reichen. Er tanzt der Kirchenleitung auf der Nase herum.

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